Wir stellen vor: Martin Kohler

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Wer bist du und was machst du? Stelle dich bitte kurz vor!
Mein Name ist Martin Kohler, ich arbeite an der HafenCity Universität im Bereich Stadtforschung. Um Städte zu verstehen verwenden wir oft performative Experimente und visuelle Methoden wie beispielsweise Videointerviews und Fotografie.

Neben Studien zu städtischen Räumen in der HafenCity und zu Räumen von Nachbarschaften in Hamburg habe ich mich viel mit brasilianischen Städten beschäftigt, außerdem in Istanbul und Seoul dazu gearbeitet. Im Zentrum steht für mich der „öffentliche Raum“, der Platz oder Ort wo die Stadtgesellschaft zusammen kommt. Denn dieser Ort – früher war das fast logischerweise der Rathausplatz oder der Marktplatz – verändert sich rapide im Kontext von gesellschaftlicher Fragmentierung, sozialer Segregation und politischer Verunsicherung darüber, ob Stadt überhaupt noch planbar ist. Bei allen Unterschieden zwischen den Städten in denen ich gesucht habe – die Veränderungen der städtischen Räume durch eine neue Öffentlichkeit gestützt auf Smartphones und Foren, transformieren überall und radikal das Verständnis und die Bedeutung von Öffentlichkeit als Raum der Begegnung und des Austauschs. Wenn es aber keinen Raum mehr gibt wo sich „die Stadt trifft“ – wo werden dann Gemeinschaften und Zusammengehörigkeiten entstehen?

Warum ist Next Media so wichtig für die Zukunft?
Weil es für die unter-25jährigen Alltag ist.
Es ist kein Zukunftsthema, sondern ein ganz aktuelles. Die „Brückengeneration“ der heute 25- bis 35-jährigen sind diejenigen, die die guten Dinge der alten journalistischen Welt in die Neue bringen können. Und mit entscheiden werden, was davon es überhaupt wert ist. In zehn Jahren ist die Welt von Frank Schirrmacher vielleicht schon verschwunden.

Was wird deiner Meinung nach die großartigste Errungenschaft im Jahre 2050 sein?
Unzulässige Frage. Was soll man dazu sagen? Das iPhone 44s?

Martin Kohler wird am 19.12.2013 seinen Vortrag zum Thema “Urban Intervention” halten.

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